Über Re:Law und Re:Law/lehre
Re:Law bringt die Bewegung der Feminist und Critical Judgments in den deutschsprachigen Kontext. Begonnen hat das in der DFG-Forschungsgruppe Recht-Geschlecht-Kollektivität, nachzulesen im Sammelband „Recht umkämpft“.
Das Projekt Re:Law/lehre hat diese Ansätze weiter entwickelt, gefördert von der Stiftung Innovation in der Hochschullehre (Link: https://stiftung-hochschullehre.de/projekt/relaw/ hinterlegen), von April 2024 bis April 2026 an der Professur für Öffentliches Recht und Geschlechterstudien von Prof. Dr. Susanne Baer an der Humboldt-Universität zu Berlin.
Das Projekt Re:Law/lehre zielt darauf ab, interdisziplinär Theorie und Praxis im Umgang mit Recht zu verbinden und die Methode des ReWriting in der deutschen Hochschullandschaft zu verankern. Der Ausgangspunkt: Recht ist kein starres System, sondern wird durch Rechtsanwendung, aber auch durch gesellschaftliche Kämpfe und kreative Interventionen gestaltet.
Re:Law/lehre entwickelt Konzepte für die akademische Lehre. Die Bausteine lassen sich in traditionelle juristische Lehrpläne integrieren, die so um interdisziplinäre und praxisrelevante Konzepte erweitert werden. Studierende werden befähigt, die juristischen Eigenlogiken kritisch zu hinterfragen und Rechtstexte aktiv umzuschreiben; im Hintergrund steht das Verantwortungslernen , also eine Kompetenz, die in der traditionellen Hochschulausbildung oft fehlt.
Das Projekt Re:Law/lehre beruht auf verschiedenen kollektiven Erfahrungen – aus den internationalen Bewegungen der Critical Judgments, der Diskussionen der DFG-Forschungsgruppe „Recht – Geschlecht – Kollektivität“ und der Zusammenarbeit von Studierenden, Forschenden und Personen aus unterschiedlichen Feldern der Praxis in den Lehrveranstaltungen oder auf dem Feministischen Jurist*innentag. So steht Re:Law in engem Austausch mit dem Brasilianischen Feminist Judgments Projekt und Flavia Portella Püschel, die im Sommersemester 2024 in Berlin zu Gast war.
Weitere Informationen zu Lehre, Lehrformaten, Lehrinhalten finden Sie hier.
